Augen und Ohren auf, Technik an: So geht digitaler Unterricht am bwv.

Was war das denn für eine Unterrichtswoche in Corona-Zeiten?

Keine Masken, kein Frieren, keine Klausuren, aber Unterricht nach Plan! Eine Wohltat!

Wer hätte das gedacht, dass wir uns alle nochmal in 2020 live und in Farbe im Unterricht „sehen“ dürfen? Der Lockdown machte es diese Woche möglich. Sehr schnell hatte die Schulleitung am letzten Wochenende nach der Schulmail des Ministeriums beschlossen, dass wir keine Schülerinnen und Schüler, aber auch keine Lehrerinnen und Lehrer mehr in die Schule kommen lassen, um alle gesundheitlich zu schützen. Das bedeutete zwar, dass etliche Klausuren ausfallen mussten, dafür wurden aber Kapazitäten frei, die einen Unterricht nach Stundenplan ermöglichten. Somit konnten alle davon profitieren. „Wenn wir damit das Ansteckungsrisiko stark senken können, verzichten wir gerne auf eine zweite Klausur in dem ein der anderen Fach! Das einzelne Menschenleben ist wertvoller als eine Einzelnote!“, bekräftigte Cornelia Berghaus-Biermann, Schulleiterin am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, diese Entscheidung.

Markus Buscher, derzeitiger Praxissemesterstudent am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, zeigte sich angenehm überrascht: „Ich hätte nie gedacht, dass digitaler Unterricht so vielfältig sein kann!“ Obwohl alle Klassen über Microsoft Teams beschult werden, gestalten die Kolleginnen und Kollegen ihren Unterricht mit den unterschiedlichsten Methoden und Programmen, die digitales Unterrichten bieten kann. „Mit dem ersten Lockdown im März haben wir uns bereits auf den Weg gemacht, weil jeder von uns verstanden hat, dass wir diese ersten Schritte zum digitalen Unterricht alleine machen müssen, ohne Unterstützung unseres Dienstherren. Wo wir heute stehen, ist daher dem Engagement jedes einzelnen von uns zu verdanken. Auch im neuen Jahr werden wir uns weiter digital fortbilden. Wir wollen einfach noch besser werden!“, gibt Stephan Bonne, Leiter der Berufsfachschule, zu verstehen.

Mit dem Ergebnis dieser ersten Woche im reinen digitalen Unterricht können wir allerdings sehr zufrieden sein. Das zeigte sich auch in der hohen Präsenz der Schülerinnen und Schüler im Unterricht, die diese letzte Schulwoche sehr ernst genommen haben, und das gilt für alle Bildungsgänge – für die Vollzeitschule (Wirtschaftsgymnasium, Höhere Handelsschule und Berufsfachschule) als auch für die Berufsschule.

Schade, dass es den Schulen der Sekundarstufe II in den letzten Wochen noch nicht erlaubt war, komplett in den digitalen Unterricht gehen. Viel Unterrichtsausfall durch pandemiebedingte Quarantäne auf Seiten der Schüler und Lehrer hätte verhindert werden können. Wir waren auch in den letzten Wochen schon bereit dafür. Nun konnten wir es endlich beweisen: so geht digitaler Unterricht am bwv. – sehr gut!

Meike Stallony, Lehrerin am bwv.

Rubrik: