Maxi Erfahrung in der MINI Factory

Ein Großteil der Oberstufenindustrieklasse IN17A hat im Dezember das Produktionswerk von Mini bei Oxford besucht. Hier war Maschinenbauproduktion in innovativster Form erlebbar.

 Die Tour begann mit einer Ausstellung, danach ging es mit einem kleinen Bus ins Werk. Ausgerüstet mit Warnwesten, Schutzbrillen und einem Kopfhörer startet die Werkstour - und zwar zu Fuß. Unsere Reise durch die heiligen MINI-Hallen dauerte gute zwei Stunden!

Unser englischsprachiger Guide Vlad hat ein enzyklopädisches Wissen über die Betriebsstätte und die Geschichte von MINI. Wir wurden buchstäblich mit einer Fülle von Informationen über den Produktionsprozess “überrannt”. Gleichzeitig erlebten wir eine faszinierende Choreografie von tausenden von Robotern und einer Hand voll Menschen. Es war wie "Charlie und die Schokoladenfabrik" für Erwachsene!
Zuerst gingen wir durch das eigentliche Fertigungswerk, wo hunderte von großen Robotern in Gruppen achtsam miteinander arbeiteten und die einzelnen Karosserieteile und letztlich die Karosserie zusammenbauten. Diese zum Teil riesigen Maschinen nehmen Autoteile auf und bewegen sie mit Leichtigkeit. Die Roboter schweißen mit einer unglaublichen Präzision. Nur wenige Teile werden für die Roboter durch Arbeiter von Hand bestückt. Der ebenerdige Transport wird über Gabelstapler aber auch über fahrerlose Transporter erledigt. Der Transport unter der Hallendecke ist immer vollautomatisch. Wir sahen, wie sich das Fahrgestell an einem Montageort aufwärts und über die obere Etage zur nächsten Station bewegt. Jedes Auto kann unterschiedlich sein - Farbe, Spezifikation, Rechts- oder Linkslenker, Modell usw. – ein Barcode und ein Transponder machen es möglich, jeden einzelnen MINI im gesamten Montageprozess genau zu identifizieren. Wir konnten erkennen, wie die Roboter die komplexen und präzisen Werkzeuge zwischen den Fahrzeugen wechseln. Faszinierend, wenn kaum jemand zu sehen ist. Am Ende der Produktionskette ist der Durchsatz für einen neuen Mini etwa alle 90 Sekunden.

Die Hälfte der Tour waren wir recht nahe an den geschlossenen Zellen der Roboter, die eifrig die MINI-Karosserien zusammenbauten. Dann machten wir uns auf den Weg zur Endmontage, um zu sehen, wie Menschen und Roboter zusammenarbeiteten und an verschiedenen Stationen die MINIs vervollständigten: Menschen führen Kabelbäume ein, legen Teppiche und setzen Verkleidungen ein, wobei das gesamte Fahrzeug für Arbeiten an der Unterseite von Roboterhand um 90 Grad gedreht wird, damit sich die Arbeiter nicht bücken und nach oben schauen müssen. Alles läuft wie am Schnürchen. Auffällig sind die raffinierte Logistik mit Teilen aus allen Richtungen und der kontinuierliche Warenfluss. Anscheinend sind viele Komponenten nur für 2 Stunden vorrätig, so dass Just-in-Time definitiv auf der Agenda steht.

Das Werk Oxford ist das Herz der MINI-Produktion. Es ist das größte und älteste der drei MINI Werke in Großbritannien, neben dem Werk in Swindon, in dem die Karosserieteile und einige Baugruppen hergestellt werden, und dem Werk in Hams Hall, in dem Benzinmotoren hergestellt werden.

Unsere Pilotfahrt – im Berufsschulbereich – wurde zum Teil von den Ausbildungsbetrieben großzügig unterstützt. Zusammen mit der Englischfachlehrerin Frau Schwabe-Saebel und dem Klassenlehrer Herrn Jäger nächtigten die jungen Auszubildenden im Shakespeare Hotel in unmittelbarer Nähe des Hyde Parks im Londoner Stadtteil Paddington. Zusammen erkundeten sie an den weiteren zwei Tagen ausgewählte Orte und konnten so noch mehr eindrucksvolle Momente erleben. Selbstverständlich durfte zum Frühstück das klassische “English Breakfast” mit Toast, Ei, Bohnen, Wurst und Speck nicht fehlen.

 

 

 

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