130 Schülerinnen und Schüler des bwv. besuchten das Cinestar Remscheid im Rahmen der Schulkinowochen

Schulkinowochen 2019 

Ein Bericht der Schülerin Annika Rehder, HH18B

Remscheid, 01.02.2019. Die gesamte Unterstufe der Höheren Handelsschule des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung besucht um 10:30 Uhr das Cinestar in Remscheid, um den Film „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume im Rahmen der Schulkinowochen zu sehen. Dieser Film wird im Politikunterricht vor- und nachbereitet.

In dem Film spielen zwei Abiturienten (Theo und Kurt) die Hauptrolle. Der Film spielt in der Zeit des Ungarnaufstandes 1956 in der DDR. Die Abiturienten haben Bilder vom ungarischen Volksaufstand gesehen, als sie sich unter einem Vorwand in die BRD geschmuggelt haben. Dies veranlasst die beiden Schüler dazu, ihre Freunde zu einer Schweigeminute aus Solidarität zu überreden, die sie im Geschichtsunterricht abhalten wollen. Durch diese Schweigeminute zeigen die Schüler einen stillen Protest, der von der Regierung in der DDR nicht gerne gesehen wird. Diese Maßnahme der Schüler geht deshalb bis an den Bildungsminister, der daraufhin die Abiturienten befragen lässt. Der Anführer des Aufstandes, auch Rädelsführer genannt, soll sich zu erkennen geben und der Schule als Staatsfeind ohne Abitur verwiesen werden. Die Schüler stehen, mit einer Ausnahme, geschlossen zusammen und zeigen Solidarität, sodass schließlich alle Schüler die Schule verlassen müssen und kein Abitur in der DDR mehr machen dürfen. Dies veranlasst einen Großteil der Schüler aus der DDR in die BRD zu fliehen, um ihren Abschluss machen zu können.

Der Film setzt sich also mit dem historischen Kontext auseinander: Wie waren die politischen und sozialen Konstellationen im geteilten Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg? Welche Erfahrungen haben die Menschen mit den zwei verschiedenen Richtungen des gesellschaftlichen und politischen Systems gemacht? Welchen Schwierigkeiten mussten die Menschen trotzen und welche Freiheiten waren ihnen gegeben?

Es geht aber um noch mehr als nur die Darstellung des Systems – es geht um den Zusammenhalt in der Gesellschaft und dass es sich lohnt, für das einzustehen, das einem wichtig ist. So kann der Film auch in Bezug auf die heutige Zeit noch viel lehren.

Die Meinungen zu dem Film waren unterschiedlich.

Latifa F. aus der HH18B berichtete nach dem Kinobesuch: „Der Film war ganz ok. Er war aber schwer zu verstehen. Aber ich fand gut, dass alle zusammengehalten haben, obwohl sie wussten, dass dadurch alle vom Abitur ausgeschlossen werden.“. Dilan A. aus derselben Klasse äußerte ebenfalls ihre Meinung: „Ich fand es interessant zu sehen, wie die Menschen 1956 gelebt haben und den Unterschied zwischen damals und heute – wie gut wir es im Gegensatz zu damals haben.“

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