Projekt „Sport meets Brain“

Schulpreis machte es möglich: Projekt „Sport meets Brain“ lief an der Stuttgarter Straße erfolgreich an.


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Von Andreas Weber


Der Remscheider Schulpreis macht es möglich. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung schickte seine 18 Vollzeitklassen am letzten Schultag vor Weihnachten sechs Stunden in einen ungewöhnlichen Wettbewerb: sportliche Spiele gepaart mit kreativen Ideen, die das Gehirn anregen. Das eine in der kleinen Turnhalle des Kollegs an der Stuttgarter Straße, das andere in den Klassenräumen.


Einen dritten Preis und 750 Euro hatten Schulsozialarbeiter Andreas Wetter und Lehrer Stephan Bonne im Juni stellvertretend für das Projekt „Sport meets Brain“ in Empfang genommen. Die Finanzspritze ermöglichte es dem Kollegium, eine Idee umzusetzen, die ein Manko aufgreift: „Unseren Schülern fehlt bisweilen der Ausgleich zum täglichen Lernen und Sitzen“, stellt Andreas Wetter fest. In der Halle ging es richtig rund. Insgesamt 400 Schüler, aufgeteilt in mehrere Gruppen, maßen sich in drei Aufgaben, die Spaß, Geschicklichkeit und Kraft beinhalteten.


Beim Frisbee-Golf mussten jeweils vier Schüler zwei auf einem Kasten gestellte Pylonen treffen. Der Rekord in den zur Verfügung stehenden fünf Minuten lag bei sieben Treffern.


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Beim Bottle-Flip galt es eine leicht gefüllte Plastikflasche nach zumindest einer vollen Umdrehung aufrecht auf dem Boden zum Stehen zu bringen. Das Spiel wurde nicht zufällig ausgewählt: „Wenn die Schülern nicht gerade mit ihrem Handy spielen, ist das ein beliebter Zeitvertreib“, beobachtet Stephan Bonne.


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Aufgabe Nummer drei wird bei manch einem für einen Muskelkater gesorgt haben. Beim Wandsitzen pressen sich die Gegner mit geradem Rücken gegen die Wand und rutschen so weit nach unten, bis die Beine im Knie einen rechten Winkel bilden. Die Initiatoren hatten die Ausdauer der Schüler unterschätzt: „Da gab es extreme Zeiten. Einige Jungs waren nach 13 Minuten noch nicht platt, deshalb haben wir die Maximalzeit auf acht Minuten begrenzt“, meinte Bonne.


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Das Siegerteam im Finale wird mit 250 Euro belohnt


Genau wie in der Turnhalle die einzelnen Gruppen bestimmten, wer sie bei den Aufgaben vertrat, so wurde im Klassenraum jeder nach seinen Fähigkeiten eingesetzt. Individuelle Stärken und Talente galt es passgenau einzusetzen.


Beim Kreativitätstest mussten die einzelnen Gruppen für ihr Team Logo, Namen und Slogan entwickeln. Und dort kamen, zum Beispiel auf die internationale Zusammensetzung anspielend, solche Sätze wie „Alle anders, aber doch so gleich“ als verbindendes Gruppenelement heraus.


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Darüber hinaus mussten die Teilnehmer ein Quiz mit 20 Fragen beantworten und überlegen, was sie mit dem Geldpreis anstellen, falls sie zu den Besten zählen. Finanziert aus dem Gewinn des Schulpreises wird der Sieger 250 Euro erhalten, das zweit- und drittplazierte Team bekommen jeweils 150 Euro. Das Finale mit den Top 4, in dem die drei Sieger von „Sport meets Brain“ ermittelt werden, steigt wahrscheinlich kurz nach der Zeugnisausgabe am 2. Februar am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung.


Die Ideenpalette, was sich mit dem Geld anfangen lässt, ist breit: Die wollen es für ihren Abi-Ball nutzen, andere für einen wohltägigen Zweck wie das Kinderhospiz spenden, dritte wiederum könnten sich einen Ausflug zu einem Escape-Room vorstellen.


Wer immer den Jackpot abräumt, für das 60-köpfige Kollegium ist das Projekt schon jetzt ein Erfolg. „Die Stimmung in der Turnhalle und den Klassen war toll“, resümierten Wetter und Bonne. Die Motivation sei hoch gewesen. Auch bei den Lehrern.


In den Genuss von „Sport meets Brain“ könnten zu einem späteren Zeitpunkt auch die Berufsschulklassen und somit alle anderen der insgesamt 1400 Schüler am Kolleg kommen. Dieses wird sich auch beim 5. Schulpreis bewerben, zu dem RGA und Volksbank direkt nach Karneval Mitte Februar kommenden Jahres aufrufen werden.


 


Quelle: Remscheider General-Anzeiger

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